FlowerHouse


Das FlowerHouse ist ein experimentelles Gebäude. Eine pneumatische Konstruktion auf der Basis eines zusammenklappbaren elliptischen Stahlunterbaus. Über einer Grundfläche von 2,40m / 1,60m entfalten sich sechs blattartige Pneus, die sich wie Blütenblätter einer Knospe schließen lassen. In zusammengeklapptem Zustand ist das Haus sehr handlich. Es hat Räder und lässt sich leicht bewegen.


Das FlowerHouse dient als Schlaf- und Wohnhaus für zwei Personen. Die Fläche, die nachts als Schlafbett dient, ist tagsüber der Wohn- und Arbeitsraum. Dieser Raum erzeugt eine überraschende Atmosphäre, da er sich nach oben hin öffnet und den Blick zum Himmel freigibt.


Die transluzenten Blütenblätter, die die Wände des Raums bilden, haben eine abstrakte Wirkung. Die Öffnungen zwischen den Blütenblättern dienen als Türen bzw. Fenster – dazwischen wird bewusst nicht differenziert. Diese Öffnungen kann man durch raumhohe Reißverschlüsse schließen, womit das Haus zu einer geschlossenen Kapsel wird, die sich ausschließlich zum Himmel hin öffnet. Die Bewohner können beim Einschlafen die Sterne zählen.


Als erster Testbewohner hat sich Joachim Klöckner im FlowerHouse einquartiert. »Da ich nur wenige tote Dinge besitze, habe ich viel Zeit, Energie und Raum für Lebendiges«, sagt Joachim Klöckner, der seit vielen Jahren nomadisch lebt. Der Autor ist Deutschlands bekanntester Minimalist. Er hat seinen Besitz auf 50 Gegenstände reduziert, die für sein Leben völlig ausreichend sind. Diese Lebenshaltung wird man bald als den neuen Luxus erkennen. Für Menschen wie ihn wurde das FlowerHouse entworfen.


Dieses Flowerhouse ist ein erster Prototyp für ein pneumatisches Haus. Im Moment arbeiten wir an der Verbesserung von einigen Detaillösungen. Pneumatische Konstruktionen stehen weiterhin auf unserer Agenda.


Berlin, im August 2017