Iranische Straße

Iranische Straße
Iranische Straße, Treppenhaus
Der Hase ist tot
Wohnraum
Galerie

Das ehemalige Jüdische Altenheim in Berlin-Mitte von 1901 im Stile der Backsteingotik war zuletzt als Verwaltungsgebäude für das Bauamt genutzt worden.

Das Gebäude wurde auf Betreiben des Architekten durch die Denkmalschutzbehörde als erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft; das machte es möglich, die nach EnEV notwendige Fassadendämmung mit Vollwärmeschutz zu vermeiden. Stattdesssen konnte die grobe Zementputzschicht entfernt werden und die fein herausgearbeiteten Backsteinfeliefs wurden wieder freigelegt. Die in Teilen beschädigte Fassadenstruktur wurde mit einer speziellen Schlämmtechnik bearbeitet und die Rosette über dem Eingangsportal zu einem für den Wohnungsbau geeigneten Fenster umgebaut.

Die Grundrisse wurden so angelegt, dass sie eine Vielfalt an Wohnungstypen ermöglichen. Im Bereich der ehemaligen Synagoge sind fünf Maisonettewohnungen entstanden, die jeweils ein sich über zwei Etagen erstreckendes Fenster haben. Die Absenkung des gartenseitigen Geländes macht das Souterrain zu einem vollwertigen Wohngeschoss. Elegante Balkonkonstruktionen erzeugen eine zusätzliche Schicht vor den Fassaden. Das Foyer, das bisher in ein dunkles Loch mündete, öffnet sich nun zum Garten hin.

Die Gartengestaltung arbeitet mit dem wertvollen Baumbestand und macht bis dahin verborgene Dinge wieder sichtbar: Die Allee am Westflügel wird als Wegeverbindung wieder nutzbar gemacht und im Zentrum wird die sichelförmige Anlage der Bäume durch ein ovales Pflanzbeet akzentuiert.