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Vierhändig im Selfstorage

Am 10. Dezember 2022 gab das Klavierduo Petra Ronner und Tomas Bächli ein Konzert im Selfstorage Tychyer Straße.

 

Die Musiker schreiben dazu:

 

Zu Mozarts Zeiten wäre niemand auf die Idee gekommen, zweihundert Jahre alte Musik öffentlich zu spielen. Heute haben wir die Kompositionen der Vergangenheit zur Verfügung, und es kommen ständig neue dazu. Altes wird neu entdeckt, Vergessenes wieder hervorgeholt. Der Kanon der Meisterwerke wird dadurch aufgeweicht, der Umgang mit der Tradition wird beweglich. Das Klavierduo Ronner/Bächli hat sich zum Ziel gesetzt, die gutbürgerliche Tradition des vierhändigen Klavierspiels zu erforschen und zu erneuern. Das Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Gegenwart.

 

Mit unserem Konzert wollen wir die Idee des Selfstorage mit der Tradition der europäischen Musik verbinden, jene Tradition, die die Musik der letzten Jahrhunderte in Notenschrift fixiert und damit ihre physische Aufbewahrung ermöglicht hat. Der Selfstorage ist ein Konservatorium im wahrsten Sinn des Worts, deshalb wollen wir an diesem Ort der Bewahrung von Gütern und Erinnerungen ein Konzert aufführen.

Entführung einer Karyatide

Am 3. Oktober 2020 haben wir die Karyatide des Bildhauers Friedemann Grieshaber eingeweiht.

Wir haben die Figur aus dem Park Sanssouci entführt und mit einer Prozession in die Clara-Zetkin-Straße 23 begleitet, wo wir sie nach Verlesung von Jan Wagners Kentaurenblues und unter den Klängen von Haydns 94. Symphonie feierlich in die neue Remise eingebaut haben.

 

Der Weg von Sanssouci war die letzte Reise der Karyatide, denn in der Remise der Clara-Zetkin-Straße 23 wird sie für alle Zeiten bleiben.

Den Film zur „Entführung einer Karyatide“ finden Sie unter diesem Link.

 

Tel Aviv

Studienreise nach Israel, Februar 2017.

Wir haben uns eine Wohnung in Neve Tzedek gemietet. Von hier aus  schwärmen wir aus und erkunden dieses kleine Land, mit dem uns vieles verbindet.

Strandpromenade von Tel Aviv

Delikatessen des Orients

Die Weisse Stadt, von emigrierten Bauhausarchitekten gebaut.

… sehr gute denkmalgerechte Sanierung.

Marta bedient den Kran

Weiss und hibiskusrot, hilft gegen die Wüstennot.

bleiben und stille bewahren – fussballspielen in den Gassen von Jerusalem.

Andalusien und Algarve

1. Station: Sevilla

Seit Beginn der Neuzeit wurden die neuen Kolonien von Sevilla aus gesteuert.

Die Dokumente aus den Kolonien hat man über Jahrhunderte im Archivo de Indias zusammengetragen.

2. Station: Vila Real de Santo Antonio

Eine barocke Stadtgründung am Grenzfluss zu Spanien.

Unser Kollegin Marta Setúbal zeigt uns ihre wunderbare Arbeit:  O Arquivo da Vila

… und bewirtet uns auf bemerkenswerte Weise.

Bauhaus

Exkursion nach Dessau, April 2018.
Bauhaus – was ist das ? Bauhaus ist eine seltsame Welt, die mit dem Klischee-Bauhaus, das wir mit uns herumtragen, wenig Gemeinsamkeiten hat. Das wollten wir genauer untersuchen.

 

Dafür mussten wir intensive Sitzproben am Schreibtisch von Walter Gropius durchführen.

Wir hatten eine Begegnung mit Oskar Schlemmer auf der Bauhaustreppe

… und liessen uns im Studentenwohnheim von der Höhenangst kitzeln.

Wir haben zahllose Leuchten untersucht,

… Lichtschalter

… und festgestellt, dass die Heizkörper in Dessau manchmal unter der Decke hängen.

Wir haben die wunderbaren begehbaren Modelle der Meisterhäuser angeschaut. Walter Gropius baute diese Häuser als Modelle für eine neue Welt. Die Kriegsschäden wurden nicht rekonstruiert, sondern durch Modelle im Maßstab 1:1 ersetzt. Das sind Modelle von Modellen. „Präzision der Unschärfe“ ist das Stichwort, mit dem die Kollegen ihr Projekt hellsichtig kommentieren.

 

 

 

Making Heimat

Venedig, im März 2017 – Germany, arriving country. Making Heimat ist der Arbeitstitel der Ausstellung im deutschen Pavillon, die sich mit der derzeit viruleten Thema der Migration beschäftigt. Wir haben die Ehre, mit unserem Projekt auf dem Flughafen Tempelhof einen Beitrag zu dieser Ausstellung leisten zu dürfen.